Anwendungsgebiete

Wie bereits in den einzelnen Artikeln über Aminosäuren angedeutet, kann man diese gezielt zum Erreichen bestimmter Ziele einsetzen. Die Wirkung ist oft vergleichbar mit der von Arneimitteln, allerdings ohne daß bei Aminosäuren aus hochwertiger Produktion Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Der Nachteil von Aminosäurenpräparaten ist, dass die Einnahme über mehrere Wochen bis zu drei Monaten kontinuierlich erfolgen muß, bis sich die Ergebnisse zeigen. Wir meinen, dass sich angesichts der überzeugenden langfristigen Wirkungen auf die Gesundheit, den Stoffwechsel, Herz-Kreislauffunktionen und das Immunsystem, die Einnahme von Aminosäuren mit ein wenig Geduld für viele Menschen lohnt.

Fertilität und erektile Dysfunktion

L-Arginin beispielsweise ist der unentbehrliche Ausgangsstoff für die Bildung von Stickstoffmonoxid (NO). Der Neurotransmitter Stickstoffmonoxid (NO) führt dazu, dass sich die “glatte Muskulatur” (bspw. Hohlorgane, Blut- und Lymphgefäße) entspannen kann. Davon abgesehen, dass dieser Effekt generell gesundheitsförderlich ist, ermöglicht diese Tatsache aber vor allem, dem Penis eine erhöhte Blutmenge zuzuführen und gleichzeitig den Rückfluss zu bremsen – und somit im männlichen Penis eine Versteifung (Erektion) hervorzurufen. Das Ergebnis ist also eine natürlich gesteigerte Potenz.

Zusätzlich ist L-Arginin auch die Grundlage von Spermin und Spermidin, die in hoher Konzentration in der Spermienflüssigkeit vorkommen. Dort beeinflussen sie die Zellteilung in der DNA und stabilisieren sie zusätzlich. Damit kann L-Arginin die Fruchtbarkeit des Mannes steigern und ist  zugleich eine mögliche Therapie bei unerfülltem Kinderwunsch.

Sport und Diät

Sowohl zum Muskelaufbau als auch zum Fettabbau sind Aminosäuren geeignet. So ist Glutamin in den Zellen für die Vergrößerung des Zellvolumens zuständig. Daneben sind vor allem bei Reduktionsdiäten die BCAA besonders nützlich um den Jojo-Effekt zu vermeiden. L-Carnitin dient als Fatburner und schafft die Fettsäuren zur Energiegewinnung in die “Kraftwerke der Zellen”.

Besonderheiten der weiblichen Ernährung

Der erhöhte Nährstoffbedarf der Frau während Schwangerschaft, Stillen und Menstruation betrifft neben Vitaminen und Mineralstoffen auch wesentlich die Aminosäuren. So sind zur Versorgung des Kindes im Prinzip alle Aminosäuren wichtig, denn hier muss sich noch viel Leben entwickeln.

Für die Menstruation sind vor allem Tryptophan und Phenylalanin bzw. Tyrosin wichtig, denn sie sind an der Bildung jener Stoffe beteiltigt, die Linderung bei Gereiztheit, Depressionen und Müdigkeit möglich machen.

Diabetes Mellitus

Diabetes ist Volkskrankheit Nummer eins in der westlichen Welt. Die sogenannte Zuckerkrankheit ist eine Stoffwechselkrankheit, bei der der Körper nicht ausreichend Insulin produziert bzw. die Zuckerverarbeitung in den Zellen das vorhandene Insulin nicht ausreichend verarbeiten kann.

Die Aminosäuren L-Arginin und L-Carnitin können den Energiestoffwechsel positiv beeinflussen und die Insulinsensitivität erhöhen. Mehr dazu hier…