L-Asparagin und Asparaginsäure

Asparagin und Asparaginsäure sind zwei nicht-essenzielle Aminosäuren, die sich in ihrer Struktur stark ähneln. Seinen Namen verdankt das Asparagin dem Umstand, dass diese Aminosäure zuerst aus Spargel (lat: Asparagus officinalis) isoliert wurde.

Asparagin selber ist offensichtlich für den Körper von untergeordneter Bedeutung, wird allerdings als Vorstufe der Asparaginsäure wichtig. Asparaginsäure ist Bestandteil des Immunsystems und beteiligt an der Bildung von Erbinformationen in der RNS und DNS (Ribonukleinsäure und Desoxyribonukleinsäure).

AsparaginAsparagin eine reinigende Wirkung auf unseren Körper. Es wirkt anregend auf die Nieren, also harntreibend und blutreinigend. Wie Arginin ist auch Asparagin Vorstufe chemischer Botenstoffe (Neurotransmitter).

Asparaginsäure liegt meistens in einer Form vor, in der bestimmte Teile (die Protonen) abgespaltet wurden. Diese Verbindung nennt sich Aspartat, welches ebenfalls ein Neurotransmitter ist. Asparaginsäure ist an der Umwandlung stickstoffhaltiger Verbindungen in Harnstoff beteiligt. Der Harnstoff kann durch die Nieren gut entsorgt werden, sodass auch hier eine reinigende Wirkung auftritt.

Asparaginsäure ist ebenfalls Bestandteil der Energieerzeugung im Körper. Wenn Kohlenhydrate in Energie und Glukose in Glykogen umgewandelt werden, ist Asparaginsäure notwendig.

Als heilende Nahrungsergänzungsmittel oder als Aminosäure für das Bodybuilding spielt Asparagin bzw. L-Asparaginsäure keine Rolle. Es sind auch keine nennenswerten Studien bekannt, die einen gesundheitlichen Nutzen aus der zusätzlichen Einnahme von L-Asparagin ergeben hätten.

In der Ernährung kommt Asparagin und Asparaginsäure vor allem in Gemüse und Fruchtsäften vor. Apfelsaft enthält bis zu 1 Gramm Asparagin, Passionsfrucht (Maracuja) bis zu 1,6 Gramm pro Liter.

Nebenwirkungen, Toxizität: Es gibt keine ausreichenden Studien zu Nebenwirkungen und einer Toxizität. Unter 10 Gramm am Tag dürfte die einnahme von Asparagin völlig unbedenklich sein. Die Lagerung von Asparagin sollte bei Zimmertemperatur und trocken erfolgen.