Erektile Dysfunktion (Potenzstörung)

Erektile Dysfunktion (ED) oder allgemein auch als Erektionsstörungen, Potenzstörung oder Impotenz bezeichnet, ist eine weit verbreitete Störung. Es gibt Schätzungen, dass sie bis zu 20 Prozent der Männer ab 40 Jahren betrifft. Aber auch bei jüngeren Männern sind immer häufiger leichte bis mittlere Erektionsstörungen zu beobachten. Weltweit sind mehr als 150 Millionen Männer – und damit indirekt auch ihre Partnerinnen davon betroffen.

Definition “Erektile Dysfunktion”

Rein medizinisch ausgedrückt ist erektile Dysfunktion “die mangelnde Fähigkeit, über einen ausreichend langen Zeitraum eine Versteifung des männlichen Penis zu erreichen”. Dabei geht der Mediziner von “in mehr als zwei Drittel der Fälle” und über sechs Monate als zeitliche minimale Grenze aus. Wenn also hin und wieder einmal eine Erektion nicht zustande kommt, kann das zwar störend sein, aber man spricht medizinisch noch nicht von einer zu behandelnden Erektilen Dysfunktion.

Eine mittlerweile überall anerkannte Definition verschiedener Ausprägungen erektiler Dysfunktion wurde 1997 von Rosen et al. mit dem IIEF Test entwickelt 1.

Ursachen von Potenzproblemen

Die Ursachen für Potenzprobleme sind neben psychischen Ursachen (insbes. Stress) vor allem organische Ursachen, und dabei vor allem Gefäßstörungen, teils zusammenhängend mit Bluthochdruck und Diabetes mellitus.

Länger andauernde Erektionsprobleme sind daher immer auch als Warnsignal des Körpers zu verstehen: oft sind es Verkalkungen der Arterien (Arteriosklerose), die Auslöser der Potenzprobleme sind. Diese Gefäßveränderungen kann man behandeln und sie können auch ein Warnsignal für ernsthafte Herz-Kreislaufschwierigkeiten sein. Daher sollten Sie bei erektiler Dysfunktion den Arzt Ihres Vertrauens konsultieren.

Beziehungskiller Potenzprobleme

Schlechter Sex sehr oft Grund für TrennungenDie Potenzstörungen sind dabei schnell nicht nur für den Mann belastend, sondern beeinflussen sehr schnell und sehr häufig die Partnerschaft generell. Hintergründig und oft nicht ausgesprochen wird das zu einem gravierenden Beziehungsproblem. Sexuelle Unzufriedenheit ist dann auch der Beziehungskiller Nummer eins.

Dies belegt eine Studie der Universität Göttingen mit über 50.000 teilnehmenden Männern und Frauen. Etwa die Hälfte aller Befragten gaben an, dass vor allem sexuelle Probleme die Partnerschaft belasten. “Die wenigsten Paare wissen, dass sie ihre sexuellen Probleme vergleichsweise einfach sogar selbst lösen können” wird der Wissenschaftler Hartmann zitiert 2.

In der Tat kann vielen Männern mittlerweile sehr wirkungsvoll bei Impotenz geholfen werden, sowohl durch natürliche Mittel (L-Arginin als ergänzende bilanzierte Diät für medizinische Zwecke) als auch durch Arzneimittel.

Natürliche Potenzmittel

Neben den bekannten verschreibungspflichtigen Medikamenten Viagra®, Cialis® und Levitra® gibt es auch natürliche Potenzmittel auf dem Markt. Sehr viele, wenn gar nicht alle dieser rezeptfreien “Potenzpillen” aus dem Ausland mit Pflanzenextrakten halten nicht, was sie blumig versprechen. In allen seriösen Studien zu diesen Pflanzenstoffen (Ginseng, Muskatnussöl, Geleé Royal, etc.) ist festgestellt worden, dass keine Wirkung vorhanden ist.

Deshalb werden diese Produkte auch nicht aus Deutschland heraus angeboten, stattdessem verstecken sich die Verkäufer hinter ominösen Firmen. Eigentlich können Sie davon ausgehen: Operiert die Firma aus dem Ausland (ins Impressum schauen!) und ist nicht klar, was in welcher Menge in dem Produkt enthalten ist, ist das Produkt zumeist völlig nutzlos. Aber es gibt ein paar rezeptfreie Präparate aus Deutschland, die auch strengster wissenschaftlicher Überprüfung standhalten.

So ist eindeutig nachgewiesen, dass die natürlich Aminosäure L-Arginin in einer Dosierung von 5.000 mg am Tag bei konstanter Einnahme eine dauerhafte, signifikante Potenzsteigerung bewirken kann. Die Wirkung ist in den Studien insbesondere bei vorhandenen Gefäßschwächen und bei Männern mit Erektionsstörungen zwischen 35 und 60 festgestellt worden 4. Bereits die Dosierung von 3.000 mg L-Arginin pro Tag kann eine gute Wirkung auf die Verbesserung der erektilen Dysfunktion haben
Potenzmittel können helfen
Die Wirkung von L-Arginin ist weitestgehend erforscht6. L-Arginin ist der unentbehrliche Ausgangsstoff für die Bildung von Stickstoffmonoxid (NO). Der Neurotransmitter Stickstoffmonoxid (NO) führt dazu, dass sich die “glatte Muskulatur” (bspw. Hohlorgane, Blut- und Lymphgefäße) entspannen kann. Die Entspannung von Gefäßen und Muskulatur ist der notwendige Prozess, um dem Penis eine erhöhte Blutmenge zuzuführen und gleichzeitig den Rückfluss zu bremsen – und somit im männlichen Penis eine Versteifung (Erektion) hervorzurufen

Fruchtbarkeit

Wünschen Sie sich ein Kind und es klappt einfach nicht? Auch bei einem unerfüllten Kinderwunsch kann L-Arginin sehr effektive Hilfe leisten. Spermien enthalten sehr viel L-Arginin und eine zusätzliche Gabe von L-Arginin erhöht die Anzahl und Beweglichkeit von Spermien. Paare mit Kinderwunsch sollten eine Einnahme von L-Arginin also ernsthaft in Erwägung ziehen 8.

L-Arginin hilft nicht nur der Potenz, verstärkt die Libido und kann die Spermienqualität verbessern, es wirkt auch natürlich unterstützend bei Diabetes mellitus, indem es die Insulinsensitivität erhöht. Im klinisch-medizinischen Bereich wird L-Arginin unterstützend bei koronaren Erkrankungen (insbes. Arteriosklerose, Bluthochdruck) angewendet.

Es gibt neben der Aminosäure L-Arginin auch diverse Pflanzenextrakte, die im Internet als Potenzmittel angepriesen werden. Allerdings, so Dr. Werner Esser in seinem Buch “Potenz aus Natur und Apotheke: Ein Buch für Männer und alle, die Männer lieben“: Bei eigentlich allen dieser Produkte gibt es starke Zweifel an der Wirkung. Lediglich zur Aminosäure L-Arginin nennt auch Dr. Werner Esser eine Vielzahl universitärer Studien, die die Wirkung von hochdosiertem L-Arginin bestätigen.

Rezeptpflichtige Arzneimittel – Viagra und Co.

Im medizinischen Bereich sind verschreibungspflichtige Medikamente sehr wirksam. Bekannte Präparate sind Viagra® (Sildenafil), Cialis® (Tadalafil) und Levitra® (Vardenafil). Sie werden medizinisch “PDE-5-Hemmer” genannt, da sie das Enzym Phosphodiesterase-5 (PDE-5) hemmen. Diese drei Wirkstoffe Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil wirken alle sehr ähnlich und ebenso wie die Aminosäure L-Arginin auf den Stickstoffmonoxid-Stoffwechsel. Phosphodiesterase-5 ist der Gegenspieler zu cGMP (cyclisches Guanosinmonophosphat), das die Erektion erzeugt. cGMP wird im Körper über Zwischenschritte aus L-Arginin hergestellt.

Damit wirken Viagra und Co. im Prozess der Erektion ähnlich der Aminosäure L-Arginin. Während L-Arginin die Zufuhr an NO und cGMP erhöht, bremsen die PDE-5 Hemmer radikal den Abbau von Stickstoffmonoxid (NO) und cGMP. Die Wirkung der PDE-5 Hemmer setzt quasi sofort ein (d. h. nach etwa 30 Minuten) und hält dann nachgewiesen mindestens 8 Stunden an. Die Wirkung von Präparaten mit L-Arginin setzt erst bei dauerhafter Einnahme über mindestens zwei Wochen ein und kann dann auf einem relativ konstanten Niveau gehalten werden.

Kombinationstherapie PDE-5 Hemmer und L-Arginin

Bekannte Urologen aus Deutschland empfehlen neben der Therapie der erektilen Dysfunktion durch L-Arginin ebenfalls eine Kombinationstherapie von L-Arginin und einem PDE-5 Hemmer, da sich beide Effekte gegenseitig verstärken.

Vier Pillen der PDE-5 Hemmer kosten rund 60 Euro. Bei starken Erektionssörungen sollten Sie unbedingt Ihren Arzt konsultieren. Viagra® und Co. sind aus gutem Grund verschreibungspflichtig, denn leider sind bei den PDE-5-Hemmern Nebenwirkungen recht häufig, dies gilt insbesondere für Menschen, die aufgrund von Herzerkrankungen mit Nitraten behandelt werden. Solche Nebenwirkungen sind jedoch z. B. beim natürlichen Potenzmittel L-Arginin nicht festgestellt worden.

WARNUNG!: Kaufen Sie auf keinen Fall Viagra®, Cialis® oder Levitra®, deren Generika und auf keinen Fall deren Kopien (Fälschungen) preiswert und rezeptfrei im Internet! Sie setzen damit Ihr Leben aufs Spiel. Im besten Fall ist nur Ihr Geld weg, weil die Ware gar nicht erst versendet wird (und Sie nicht an die Firma im Ausland herankommen) oder der Zoll die Tabletten abfängt und beschlagnahmt. Da der private Import von rezeptpflichtigen Arzneimitteln aus nicht EU-Ländern gesetzlich verboten ist, kann es für Sie auch zu Bußgeldern kommen.

Im schlechtesten Fall erhalten Sie aber die Tabletten und nehmen völlig unkontrollierte Stoffe zu sich! Der einzige Augenmerk bei Medikamentenfälschern liegt in der Kopie der Verpackung. Einen Karton zu fälschen (auch mit einem Hologramm) ist denkbar einfach. In den Pillen sind aber völlig unkontrollierte Mengen von Substanzen, d.h. einerseits weit weg von der originalen Dosierung des Wirkstoffs, andererseits versetzt mit Fremdsubstanzen, die teilweise auch toxische Wirkungen oder Wechselwirkungen entfalten können. Spielen Sie nicht für ein paar Euro mit Ihrem Leben – versuchen Sie es mit natürlichen Mitteln und gehen Sie zum Arzt, der Sie berät und Ihnen ggf. das sichere Mittel aus dem kontrollierten deutschen Handel verschreiben kann. Schauen Sie sich unbedingt das Impressum an, bevor Sie Gesundheitsprodukte kaufen – es wird in jedem Fall Bände sprechen!

Ebenfalls wirksam sind mechanische und operative Eingriffe – aber auch diese sind teils mit erheblichen Risiken verbunden. So können Blutgefäße operiert werden, Schwellkörper implantiert werden oder die SKAT-Therapie angewandt werden. Dabei wird kurz vor der gewünschten Erektion mittels einer Spritze ein Mittel in den Penis injiziert. Das Verfahren ist zwar äußerst wirksam – aber wer will schon seinen Penis vor dem Geschlechtsverkehr mit einer Spritze malträtieren?

Daneben gibt es mechanische Hilfen. Relativ risikofrei ist der sogenannte Penisring. Er erhöht den Blutstau mechanisch, indem er den Rückfluss hemmt. Man muss dabei darauf achten, dass der Penisring nicht länger als unbedingt erforderlich bentuzt wird. Ebenso wenig romantisch ist sicher die Vakuumpumpe – denn vor jedem Geschlechtsverkehr muss der Penis “aufgepumpt” werden. Aber immerhin: es scheint bei vielen Männern zu funktionieren und ist frei von Nebenwirkungen.